Gedanken:

Tag X -
Egal wo, egal wann, egal wie -
die Nachricht war immer die gleiche -
Dein Kind ist tot!

Mit einemmal fühlst du dich hineingeworfen in diesen Irrgarten. Du stehst da; alles sieht gleich aus - Wände, Ecken, Dunkelheit, Kälte, Härte - und kein Ausgang. Wo sollst du hin? Willst du überhaupt irgendwohin? Wie willst du den Ausgang finden?

Deine Gefühle: Ohnmacht, Angst, Fassungslosigkeit, Wut, Leere - alles Gefühle der Trauer !!!

und du mittendrin?

Aber du bist nicht allein. Da sind noch die anderen, die genau wie du, nichts sehen, weil sie im dunkeln stehen.

Vielleicht ist da aber jemand bei dem sich die Dunkelheit schon etwas gelichtet hat. Wenn du möchtest, dann sprich ihn an und er kann dir den Weg aus dem Irrgarten zeigen.

-

Dann stehst du vor einem neuen Weg. Dieser Weg führt dich in ein Labyrinth. Auch dort ist der Weg nicht immer leicht zu erkennen, aber dort ist es heller, vielleicht scheint dort auch schon die Sonne. Diese Wege sind nicht immer einfach, aber sie haben keine Ecken mehr, wenn du irgendwo anstößt tut es nicht mehr so weh.

Du wirst immer mal wieder feststellen, das der Weg den du genommen hast nicht dein richtiger Weg ist. Dann kehr einfach um und nimm einen anderen. Mit jedem Schritt den du tust, auch mit den vermeintlich falschen, wird es ein bisschen heller.

Und - auf dem Weg zur Mitte des Labyrinths findest du wieder Leute wie dich und mich. Geh mit ihnen, lass dich begleiten - zur Mitte des Labyrinths, wo du Dich findest, deine Mitte, deine Ruhe, deine innere Kraft und Stärke -

Und vielleicht auch Gott !

(Sandra Kollwitz)